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Der Mann hinter dem Künstler hinter dem Portrait

Der Mann hinter dem Künstler hinter dem Portrait

Seit gestern läuft der Film „Final Portrait“ von Stanley Tucci in den Kinos. Kein Biopic, sondern viel mehr eine verlängerte Momentaufnahme aus dem Leben des Jahrhundertkünstlers Alberto Giacometti, der die Schönheit, die Tiefe, die Frustrationen und das Chaos seines Werkens einfängt.

Alberto Giacomettis künstlerische Tätigkeit als Zeichner, Maler und Bildhauer erstreckt sich über eine Periode von mehr als 5 Jahrzehnten – der Film von Stanley Tucci, in dem Giacometti von Oscarpreisträger Geoffrey Rush gespielt wird, gerade einmal über zwei Wochen. Er handelt von Giacomettis letztem Portrait, einem Bild des amerikanischen Schriftstellers und Kunstliebhabers James Lord, gespielt von Armie Hammer. Während eines Kurztrips nach Paris wird Lord von dem Künstler gebeten, für ihn Modell zu sitzen, es würde nur ein paar Tage dauern. Lord willigt ein. Aus den paar Tagen werden Wochen, in denen er hautnah Zeuge von dem sich aufreibendem, ständig an sich zweifelndem und dabei mit solch einer Schaffenskraft wirkendem Giacometti wird. Dabei dreht es sich nicht nur um den Künstler allein, sondern um die besondere Freundschaft, die sich zwischen den beiden Männern während und zwischen den Portrait-Sitzungen entwickelt. Der Film basiert nicht zuletzt deswegen auf niedergeschriebenen Erinnerungen von James Lord.

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Neben Picasso, Matisse und Degas ist Giacometti einer der größten Maler und Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Die charakteristischen künstlich verlängerten Figuren sind sein Markenzeichen und lassen sich innerhalb der modernen Kunst sofort als sein Werk zuordnen. Parallel zum Film läuft noch bis zum 10. September eine großartige Ausstellung mit mehr als 250 Werken des Künstlers, die teilweise noch nie gezeigt wurden, im Londoner Tate Modern Museum. Wer sich ein umfangreiches Bild von dem Künstler machen will, sollte sie unbedingt besuchen. Hier gibt es einen kleinen Einblick in Giacomettis Welt – sein Studio – durch die Linse des Fotografen Ernst Scheidegger.

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