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State of Mieze

State of Mieze

Auf dem Foto ist Catlady Pheline im Anschnitt vor sandfarbenen Säulen zu sehen. Sie trägt ein farblich identisches Motto-Shirt Kleid in anlehunung an eine Papiertüte von Moschino. Pheline setzt damit ein Statement.

Die Gedanken sind frei. In dieser Sommersaison machen viele Motto-Shirts und Statement-Stücke die textile Runde. Welcher modische Meinungsmacher es am Ende in den persönlichen Kleiderschrank schafft, kann und darf jeder glücklicherweise für sich selber entscheiden.

Kleider machen bekanntlich Leute und Leute machen Kleider. Was so einfach klingt, ist im Kern wesentlich komplexer. Denn Weggefährte Schönheitsideal und Dauergast Zeitgeist befinden sich im stetigen – gefühlt immer schneller werdenden – Wandel. Was gerade noch der letzte Schrei war und einem einen sicheren Platz als Styler-Vorbild in der Posse verschafft hat, ist morgen schon wieder total out und auf verlorenem Rest-Posten positioniert. Zum Glück lässt sich über Geschmack streiten. Außerdem kann jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Kommerz, Kapitalismus und äußerliche Anerkennung das eigene Ego braucht, um es sich in der eigens eingerichteten Komfortzone gemütlich machen zu können. Jeder so wie er mag und kann. Ich als modeaffine Mieze habe für mich beschlossen, nur Dinge zu tragen, die ich wirklich mag und die ein wohliges Schnurren auslösen. Bei jeglicher Art von Stigmatisierung sträubt sich sofort mein Nackenfell. Ich finde es aber gut, wenn Designer Position beziehen und eine gewisse Haltung auf den Laufsteg bringen – wenn sie anregen, aufregen, aber niemals vorschreiben.

Die britische Designerin und Vegetarierin Stella McCartney propagiert schon seit 2001 als Parole für ihr Modeunternehmen: „No Leather, no Fur!“ In ihrer Frühjahr/Sommerkollektion 2017 finden sich diese Aussagen als Print auf vielen ihrer Pieces wieder. Ein zusätzliches „Thanks Girls“ bezeugt ihre Dankbarkeit den Unterstützerinnen und Kundinnen gegenüber, wie das Bild in der Mitte zeigt. I love! Wer es weniger politisch mag, kann die Empathie seinen Mitmenschen gegenüber mit dem dekonstruierten T-Shirt-Kleid samt deformiertem Frosch von Sacai ganz rechts und den Worten „Hi, How Are You“ vom Indie-Klassiker „The Unfinished Album“ von Musiker Daniel Johnston zum Ausdruck bringen. Noch plakativer geht es beim Label Libertine zu. Hier setzt Modereformator Johnson Hartig gleich mit mehreren Hashtags wie #chicashell, #artislife und einem glitzernden Anarchie-Zeichen ein leichtes Augenzwinkern und diverse Statements.

Mein modisches Amusement bereitet mir aktuell das Papiertüten-Kleid im Knitter-Look von Moschino. In ihm genieße ich die Freiheit und hab mich schon lange nicht mehr so wohl in meinem Fell gefühlt – schnurr, schnurr, schnurr!

Auf dem Bild ist Katzenlady Pheline vor sandfarbenen Säulen zu sehen. Sie trägt ein gleichfarbiges T-Shirtkleid von Moschino, das an eine Papiertüte erinnert und setzt somit ein Statement.

T-Shirt-Kleid von Moschino über stylebop.com.

Ihr habt Lust auf noch mehr Motto-Mode? Dann schaut auf meiner Pinnwand vorbei, lasst Eure Augen um den folgen Kreis wandern oder besucht meinen Shop: Statement-Stücke!

© Pheline`s Fotos: Julia Küchler, Backstage-Bilder: Sonny Vandevelde, Freisteller: PR


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